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Archive und Recherchestellen
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Archive und Recherchestellen

Antifaschistisches Bildungszentrum und Archiv Göttingen e.V.
Das Archiv besteht maßgeblich aus diversen Primärquellen der regionalen Extremen Rechten, wie etwa neonazistischen Flugblättern, neurechten Publikationen oder parteirechter Wahlpropaganda, deren Ursprünge bis in die 1970er Jahre zurückreichen. Sein Bestand beschränkt sich dabei hauptsächlich auf (Südost-)Niedersachsen und Nordthüringen, es lassen sich aber auch beispielsweise bundesweit erscheinende Periodika der Extremen Rechten und antifaschistische Fachzeitschriften aus anderen Regionen bei uns finden. Eine geplante Fachbibliothek befindet sich derzeit im Aufbau. Das Vereinsarchiv steht u. a. für externe Bildungs-, wissenschaftliche oder journalistische Arbeit nach vorheriger Anmeldung zur Verfügung.

Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (a.i.d.a.)
Seit 1990 sammelt die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (a.i.d.a.) Material zu Themenbereichen wie Nationalismus und Rassismus, extrem rechte Gruppierungen, Publikationen zum Thema Antifaschismus und einiges mehr. Die Präsenzbibliothek des a.i.d.a.-Archivs umfasst rund 5.000 Bände aus vielen verschiedenen Bereichen. Die Bücher decken ein ebenso breites Themenspektrum ab wie das Archiv selbst, beispielsweise Antisemitismus, Burschenschaften, Neue Rechte, Rechtsrock oder rechte Parteien. In seiner Chronologie dokumentiert a.i.d.a. Kundgebungen, Demonstrationen, Veranstaltungen sowie Angriffe, Übergriffe und andere Aktivitäten aus dem rechten Spektrum in München bzw. Bayern. a.i.d.a. recherchiert Zusammenhänge in der rechten Szene und verfolgt deren Entwicklung über längere Zeiträume. Ihre Einschätzungen veröffentlicht a.i.d.a. in Hintergrundartikeln auf ihrer Website. Außerdem beantworten a.i.d.a. fundierte Anfragen aus Öffentlichkeit, Medien, Pädagogik und Wissenschaft.

antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V. (apabiz)
Das antifaschistische pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V. (apabiz) informiert seit 1991 über die extreme Rechte. Das Archiv zum Thema ist das umfangreichste öffentlich zugängliche Facharchiv zur extremen Rechten nach 1945. Die Informationen stehen allen Personen und Initiativen zur Verfügung. Der Fokus der Arbeit des apabiz richtet sich auf die extreme Rechte in Deutschland nach 1945. apabiz beobachtet und analysiert militante Neonazis und RechtsterroristInnen, extrem rechte Parteien, Kameradschaften, organisierte RassistInnen und AntifeministInnen und etliche kleinere, aber interessante Nischenorganisationen wie völkische Germanengläubige oder die sogenannte »Lebensschutz«-Bewegung. apabiz betrachtet heutige rassistische, antisemitische und neonazistische Ideologien in den Kontinuitäten und Entwicklungen von Akteuren und Ideen. Grundlage der Arbeit des apabiz ist das Material: Es sammelt alles, was die extreme Rechte selbst publiziert und betreibt eine umfangreiche Bibliothek von Primär- und Sekundärliteratur zum Thema. Das Team archiviert, katalogisiert und analysiert den ständig wachsenden Bestand und betreut die Besucher*innen und Interessierten, die mit diesem Material arbeiten und eigene Recherchen durchführen. Ein weiterer Kernbereich der Arbeit des apabiz ist die Bildungsarbeit. Dem Wiedererstarken extrem rechter Ideologien entgegenzutreten, erfordert Entschlossenheit, Kreativität und Wissen. Das apabiz will das gesammelte Wissen über die extreme Rechte weitergeben. Interessierte sollen in die Lage versetzt werden, sich ein umfassendes Bild von extrem rechten Strukturen und Ideologien zu verschaffen.

DISS-Archiv des Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung
Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die kritische Auseinandersetzung mit der Ideologie und der Praxis der extremen Rechten zu fördern. Zu diesem Zweck unterhält es ein umfangreiches Archiv, das vor allem Primärquellen und Sekundärliteratur zur extremen Rechten enthält. Es handelt sich um einen in der Wissenschaftslandschaft der Bundesrepublik einmaligen Bestand, der schwerpunktmäßig den Zeitraum von 1960 bis heute abdeckt. Neben dem Zeitschriftenarchiv verfügen wir über eine Bibliothek mit Büchern und Broschüren von vor und nach 1945.

chronik.LE
chronik.LE ist ein Dokumentationsprojekt mit dem Ziel einer möglichst umfassenden Sammlung und Analyse neonazistischer, rassistischer und diskriminierender Aktivitäten in Leipzig und den umliegenden Landkreisen. Die bisherige Arbeit zeigt: neonazistische Aktivitäten und Alltagsrassismus sind in der Region weit verbreitet. Anlass des Projekts war vor allem die Zunahme rechter Gewalt und das Erstarken der lokalen Neonaziszene in Leipzig und Umland. Seit dem bestehen der Chronik 2008 wurden bislang mehr als 4.700 Ereignisse dokumentiert (Stand Februar 2022), zehn Broschüren (darunter sieben Leipziger Zustände) publiziert sowie eine Reihe an Dossiers und Analysen verfasst und unsere Erkenntnisse auf zahlreichen Vorträgen vorgestellt. Mit ihrer Dokumentation und den Analysen schafft chronik.LE eine umfangreiche Informations- und Recherchequelle für die Öffentlichkeit. Der Gedanke hinter dem Projekt: Nur wer sich auskennt, kann auch wirksam gegen Neonazis, Rassismus und Diskriminierung vorgehen.

Zeitschriften

Magazin der rechte rand
Seit 1989 erscheint der rechte rand alle zwei Monate. Das Magazin berichtet über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international. Fundierte und prägnante Recherchen und Analysen lenken die Aufmerksamkeit auch auf unterbelichtete oder ausgeblendete Aspekte. Das Magazin zeigt, wie der rechte Rand gesellschaftlich verankert ist und an Themen der gesellschaftlichen ‚Mitte’ anknüpft. Für das Magazin schreiben Aktive aus antifaschistischen Gruppen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen. Die Autor*innen beobachten Aufmärsche aus der Nähe, berichten aus geschlossenen Veranstaltungen der rechten Szene, werten Flugblätter und Zeitschriften aus. Die Autor*innen sind Expert*innen und beschäftigten sich seit Jahren mit dem Thema.

ZRex – Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung
Ziel der neuen ZRex – Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung ist es, der wissenschaftlichen Forschung zur illiberalen, populistischen bzw. extremen Rechten ein Forum zu geben und damit das strukturelle Defizit einer fehlenden wissenschaftlichen Plattform für kritische Rechtsextremismusforschung zu beheben.

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